Blickwinkel, Ansichten
Blickwinkel oder Ansichten sind nur vorübergehende Ausrichtungen des Bewusstseins. Ich behalte mir deshalb vor, meine Meinungen, um ein drittes Synonym zu gebrauchen, nach neuen Erkenntnissen oder Einsichten zu ändern. Ich finde es meist interessant, die Blickwinkel anderer Menschen anzuschauen und finde es wichtig, seine eigenen Gedanken anderen vorzutragen und zu besprechen. Manchmal übersieht man ja ein wichtiges Detail oder geht von falschen Voraussetzungen aus, was natürlich zu einer falschen Schlussfolgerung führen muss.
Ich unterscheide zwischen zwei Kategorien von Blickwinkeln.
- Entstanden durch eigene Erfahrungen
- Entstanden durch Ahnungen (Intuition, Bauchgefühl etc.)
Ich finde beide wichtig, obwohl sie grundsätzlich verschieden sind. Auch durch eigene Erfahrung entstandene Ansichten spiegeln nicht "die Wahrheit" wider, sondern nur Eindrücke, die aus dem Wechselspiel zwischen mir und dem Thema hervorgegangen sind. Ansichten, die aus Ahnungen folgern sind interessant aber auch mit Vorsicht zu genießen. Ahnungen können sich schnell mit eigenen Erinnerungen, Erwartungen und allerlei Abberationen (Abweichungen, Ablenkungen) des Bewusstseins vermischen.
Im Buddhismus wird viel Wert auf intuitive Einsichten gelegt. Die feine innere Stimme wird deshalb "Innerer Lehrer" genannt.
Also: wenn du Meinungen von mir liest, erinnere dich immer daran "Alles, was ich sage, könnte auch falsch sein."
Meister der Argumentation
Ich schätze "Jiddu Krishnamurti" sehr und bin immer wieder fasziniert von seiner messerscharfen Argumentation. Hier ein Dialog zwischen ihm und einem tibetischen Meditationsmeister (Chögyam Trungpa Rinpoche), in dem er seine Ansicht begründet, warum Meditation nicht zur Befreiung führen kann.
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